Was macht eine ads.txt-Datei?

ads.txt (Authorized Digital Sellers) ist eine Initiative des Interactive Advertising Bureau (IAB), um Anzeigenbetrug und nicht autorisierte Inventarverkäufe in der programmatischen Werbung zu bekämpfen. Es ist eine einfache Textdatei, die Publisher auf ihren Webservern hinterlegen, um die Unternehmen zu benennen, die ihr digitales Anzeigeninventar verkaufen dürfen.

So funktionieren ads.txt-Dateien:

  1. Identifizierung des Publishers: Publisher erstellen eine Liste autorisierter digitaler Verkäufer — Werbenetzwerke, Exchanges oder SSPs — die ihr Anzeigeninventar verkaufen dürfen. Diese Informationen werden in der ads.txt-Datei angegeben.
  2. Dateiplatzierung: Die ads.txt-Datei wird im Stammverzeichnis der Publisher-Website abgelegt. Sie ist öffentlich zugänglich und kann von jedem aufgerufen werden.
  3. Syntax: Jede Zeile der ads.txt-Datei enthält Informationen zu einem bestimmten Verkäufer. Dazu gehören der Domainname des Werbesystems, die Konto-ID des Publishers und die Beziehung zwischen Publisher und Werbesystem.
  4. Crawling und Überprüfung: Anzeigenkäufer und Werbeplattformen crawlen die ads.txt-Dateien der Publisher-Websites, auf denen sie Werbefläche kaufen möchten. Sie verwenden diese Informationen, um zu prüfen, welche Verkäufer das Inventar des Publishers verkaufen dürfen.
  5. Betrugsprävention: ads.txt hilft, nicht autorisierte Verkäufer daran zu hindern, Anzeigeninventar falsch darzustellen. Wenn eine Ad Exchange oder ein SSP nicht in der ads.txt-Datei des Publishers aufgeführt ist, können Käufer den Erwerb von Inventar über diesen Anbieter vermeiden und so das Betrugsrisiko senken.
  6. Transparenz und Rechenschaftspflicht: ads.txt fördert Transparenz im digitalen Werbeökosystem, indem Käufer die Legitimität von Verkäufern überprüfen können. Außerdem macht es Publisher und Werbeplattformen stärker für das Inventar verantwortlich, das sie verkaufen.

Insgesamt spielen ads.txt-Dateien eine entscheidende Rolle dabei, Transparenz zu fördern, Anzeigenbetrug zu reduzieren und das Vertrauen in programmatische Werbetransaktionen zu stärken.